Wie Schokoladen-Inhaltsstoffe Herz-Kreislauferkrankungen verhindern
Geben Sie es ruhig zu! Sie haben doch schon immer geahnt oder wenigstens gehofft, dass in Schokolade mehr steckt, als nur Zucker und Fett. Diese üblen Gesellen, die uns spätestens auf der Badezimmerwaage in Form von zugelegten Kilos viel zu deutlich vor Augen führen, wie lecker Schokolade im Allgemeinen doch ist und wie gut insbesondere die Schokoladen-Tafeln der letzten Woche geschmeckt haben.
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Und Sie haben Recht. Schokolade ist gesund. Das ist jetzt bewiesen und die Erlaubnis zum ungehemmten Schoko-Genuß stellt uns Dr. Brian Buijsse vom Deutschen Institut für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke (DIfE) aus. Na, vielleicht nicht ganz, doch zumindest fast. Folgendes hat Dr. Buijsse und sein Team in einer Langzeitstudie mit 20.000 Teilnehmern und ungezählten, auf dem Altar der Wissenschaft geopferten Tafeln Schokolade herausgefunden:
„Der tägliche Verzehr von einem kleinen Stück Schokolade kann das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen senken, insbesondere für Schlaganfall.” So steht es in der Presseerklärung des DIfE.
Schade, ein kleines Stück reicht schon aus? Dann wäre jedes darüberhinaus verzehrte Stück im medizinischen Sinne eine Überdosierung. Oder darf man vielleicht sagen „Viel hilft viel?“. Aus der Studie läßt sich das aber leider nicht ableiten.
Doch immerhin. 7 Gramm kakaohaltige Schokolade am Tag, am besten dunkle Zartbitter-Schokolade, senken allgemein das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen um insgesamt 40% und im Speziellen das Schlaganfall-Risiko um 50% sowie das Herzinfarkt-Risiko um 27%.
Der Grund sind sogenannte Flavonole im Kakao der Schoko. Das sind Pflanzenstoffe, die eine günstige Wirkung auf die Elastizität der Blutgefäße und (somit) auf den Blutdruck haben.
Aber so sind sie, die wahren Wissenschaftler. In ihrem ausgeprägten Korrektheitsdrang zerstören sie sofort wieder all diejenigen Phantasien, die sie mit Ihrer Untersuchung geweckt haben. Und so läßt es sich der Studienleiter der Potsdamer EPIC-Studie auch nicht nehmen, ausdrücklich darauf hinzuweisen, „dass die neuen Studienergebnisse keinen Freibrief für ungehemmten Schokoladen-Verzehr erteilen.“
Na, danke! Manchmal wollen wir es so genau nun auch wieder nicht unbedingt wissen.








Kakaofrucht mit Samen